Vereidigung: Samtgemeinde Spelle setzt große Hoffnungen in Maria Lindemann

November 16, 2019

Auszug aus dem Bericht der Lingener Tageszeitung    Von Ludger Jungeblut

Spelle . Die neue Speller Samtgemeindebürgermeisterin Mara Lindemann (51) ist am Donnerstagabend im Wöhlehof unter großem Beifall vereidigt worden. Die stellvertretende Samtgemeindebürgermeisterin Magdalena Wilmes nahm die Vereidigung im Rahmen einer Sitzung des Samtgemeinderates vor.

 

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Ihren Amtseid legte die neue Speller Samtgemeindebürgermeisterin Maria Lindemann im Wöhlehof ab. Sie schwor, das Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland, die Niedersächsische Verfassung und die in der Bundesrepublik geltenden Gesetze zu wahren und ihre Amtspflichten gewissenhaft zu erfüllen. Foto: Ludger Jungeblut

Dass 140 Gäste zur Vereidigung der neuen Samtgemeindebürgermeisterin gekommen waren, wertete Magdalena Wilmes als ein Zeichen dafür, dass Maria Lindemann viele Hände zu einer guten und erfolgreichen Zusammenarbeit gereicht werden. „Für die Zusammenarbeit mit den Räten wünsche ich mir gegenseitige Offenheit und Transparenz, Verlässlichkeit, Kraft, Kreativität und Entscheidungsfreude. Wir freuen uns, mit dir, liebe Maria, eine Persönlichkeit an verantwortlicher Stelle in unserer Samtgemeinde zu haben, die diese Qualitäten in sich vereinigt.“ Besonders stolz zeigte sich Wilmes darüber, „dass wir heute die erste Samtgemeindebürgermeisterin in der 45-jährigen Geschichte der Samtgemeinde Spelle vereidigen.“

Lindemann dankte  allen, die es ihr ermöglicht hätten, das Amt am 1. November anzutreten. „Der meiste Dank gebührt allen Wählerinnen und Wählern, die mir ihr Vertrauen geschenkt haben. Ich werde alles tun, was mir möglich ist, um dem Vertrauen gerecht zu werden.“ Sie finde ein gut bestelltes Feld vor und bedankte sich bei ihrem Vorgänger Bernhard Hummeldorf für dessen unermüdlichen Einsatz, der ihr den Einstieg leichter gemacht habe. „Mein Anspruch ist es, für die Menschen da zu sein, für Projekte und Ideen den Weg zu ebnen, auf diesen Wegen zu begleiten und gleichzeitig auch individuell zu helfen und Menschen in ihren persönlichen Anliegen zu unterstützen.“ Das gelte für die Bürgerinnen und Bürger und natürlich auch für ihre Kolleginnen und Kollegen im Rarthaus.

Nach den Worten der Christdemokratin ist das riesige ehrenamtliche Engagement in Spelle, Schapen und Lünne beziehungsweise in Vereinen, Organisationen oder in der Nachbarschaft beispiellos und stehe für den ländlichen Raum. „Für das Ehrenamt werde ich mich jederzeit einsetzen“, versprach sie. Sehr wichtige Partner seien für sie auch die Gewerbetreibenden. Die oftmals traditionellen Familienbetriebe seien eng mit den Gemeinden verbunden und „machen uns durch ihr Invest, ihre Arbeitsplätze und ihr persönliches Engagement stark.“

Viele Herausforderungen zu bewältigen

In der Zukunft gelte es, viele Herausforderungen zu bewältigen. In diesem Zusammenhang nannte Lindemann die infrastrukturelle Entwicklung für Wohnbebauung, Gewerbeflächen und Landwirtschaft. Wichtiges Thema sei auch die Digitalisierung in allen Bereichen. Stichpunktartig nannte die Samtgemeindebürgermeisterin weitere Themen wie Mobilität für Jung und Alt, Klimaschutz mit E-Mobilität, Nutzung regenerativer Energien, Nachverdichtung, Umgang mit Ressourcen sowie die ärztliche Versorgung im ländlichen Raum. „Positiv, offen und auch idealistisch, so gehe ich es an. Schön, dass Sie alle an meiner Seite sein werden.“

Der Schapener Bürgermeister und CDU-Fraktionsvorsitzende im Samtgemeinderat, Karlheinz Schöttmer, betonte: „Wie sehr du im Zuge der Wahl von deinen persönlichen Qualitäten überzeugt hast, lässt sich auch daran ablesen, dass auch die anderen Parteien deine Kandidatur unterstützt haben. Dieser Rückhalt über Parteigrenzen hinweg ist eine gute Basis, um die anstehenden Aufgaben zu bewältigen und die erfolgreiche Entwicklung der letzten Jahre fortzuschreiben.“

Maria Lindemann jetzt auch Gemeindedirektorin in Spelle

November 13, 2019

Auszug aus der Lingener Tagespost   von Ludger Jungeblut
Veröffentlicht am: 12.11.2019 um 18:19 Uhr

Spelle . Einstimmig hat der Gemeinderat Spelle in einer nur zehnminütigen Sitzung im Rathaus die neue Samtgemeindebürgermeisterin Maria Lindemann (CDU) mit ihrer zusätzlichen Funktion als Gemeindedirektorin betraut. Dieses Amt übt sie ehrenamtlich aus.

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Der Gemeinderat Spelle hat die neue Samtgemeindebürgermeisterin Maria Lindemann zur ehrenamtlichen Speller Gemeindedirektorin berufen. Von links: Karl-Heinz Föcke (Erster stellvertretender Bürgermeister), Ludger Kampel (CDU-Fraktionsvorsitzender), Andreas Wenninghoff (Bürgermeister), Norbert Meyerdirks (Zweiter stellvertretender Bürgermeister), Maria Lindemann, Stefan Lohaus (stellvertretender Gemeindedirektor), Willy Tebbe (SPD-Fraktionsvorsitzender) und Ralf Rieß (Fraktionsvorsitzender des Unabhängigen Bürgerforums Spelle). Foto: Ludger Jungeblut

Die 51-Jährige betonte, dass sie auf einen ehrlichen und kooperativen Umgang mit dem Rat setze. „Ich hoffe, dass wir in den nächsten sieben Jahren viel gemeinsam erreichen“, sagte die Verwaltungsexpertin. Formell gilt ihre Berufung zur Gemeindedirektorin nur bis zum Ende der Wahlperiode des jetzigen Gemeinderates im Jahr 2021; als hauptamtliche Samtgemeindebürgermeisterin hat sie aber am 1. November ihr Amt für die Dauer von sieben Jahren angetreten. An diesem Tag überreichte der frühere Samtgemeindebürgermeister Bernhard Hummeldorf die Schlüssel an seine Nachfolgerin. Als stellvertretenden Gemeindedirektor bestätigte der Rat Stefan Lohaus.

Vereidigung am Donnerstag im Wöhlehof

Der Gemeinderat Spelle hatte am 10. November 2016 im Einklang mit dem Niedersächsischen Kommunalverfassungsgesetz beschlossen, eine zweigleisige Führungsstruktur  zu installieren. Dies bedeutet, dass sich der Bürgermeister der Gemeinde Spelle auf ehrenamtliche Aufgaben beschränkt und der Gemeindedirektor beziehungsweise die Gemeindedirektorin für die Verwaltung zuständig ist. Die neue Samtgemeindebürgerbürgermeisterin wird am Donnerstag, 14. November, um 18 Uhr im Rahmen einer öffentlichen Sitzung des Samtgemeinderates im Wöhlehof feierlich vereidigt.

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November 5, 2019

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Abschied vom Speller Vollblutpolitiker und Rathauschef

Oktober 31, 2019

Auszug aus dem Bericht der Lingener Tageszeitung     Von Ludger Jungeblut

Spelle. Mit langanhaltendem Beifall haben 170 geladene Gäste im Bürgerbegegnungszentrum Wöhlehof am Mittwochabend den langjährigen Speller Samtgemeindebürgermeister Bernhard Hummeldorf in den Ruhestand verabschiedet. Seine Nachfolgerin Maria Lindemann (ebenfalls CDU) tritt am Freitag, 1. November, ihren Dienst an.

Die stellvertretende Samtgemeindebürgermeisterin Magdalena Wilmes ließ die wichtigen beruflichen Stationen des 60-Jährigen, der in Elbergen aufgewachsen ist, Revue passieren. Im Alter von 16 Jahren begann er 1975 seine zweijährige Ausbildung beim damaligen Landkreis Lingen. 1985 folgte die Abschlussprüfung für den gehobenen allgemeinen Verwaltungsdienst. Nach 15-jähriger Tätigkeit für den Landkreis Lingen und später für den Landkreis Emsland trat Hummeldorf im Jahr 1990 den Dienst bei der Samtgemeinde Spelle an. 1991  wurde er zum Diplom-Verwaltungswirt ernannt. Nur ein Jahr später, im Alter von 33 Jahren, folgte die Wahl zum stellvertretenden Speller Samtgemeindedirektor.

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Mit stehendem Beifall wurde Bernhard Hummeldorf in den Ruhestand verabschiedet. Foto: Ludger Jungeblut

Mit überwältigender Mehrheit wurde der verheiratete Vater von drei Söhnen im Juni 2004 von den Bürgern zum ersten hauptamtlichen Samtgemeindebürgermeister ab dem 1. Januar 2005 gewählt und 2011 im Amt bestätigt. Wilmes machte anhand zahlreicher  Projekte aus den verschiedensten Bereichen deutlich, dass Hummeldorfs Einsatz Motor für die weitere Aufwärtsentwicklung in den Mitgliedsgemeinden Spelle, Schapen und Lünne war. Eng mit Hummeldorfs Namen werde die Erweiterung des Hafens Spelle-Venhaus verbunden bleiben. „Mit einem Investitionsvolumen von 21,5 Millionen Euro wurde die größte Investitionsmaßnahme in der 45-jährigen Geschichte der Samtgemeinde umgesetzt“, betonte Wilmes.

Der Speller Bürgermeister Andreas Wenninghoff erklärte: „Worum es auch ging, ob um soziale, wirtschaftliche, kulturelle oder sportliche Belange: Sie haben stets große Sachkenntnis bewiesen und hatten stets ein offenes Ohr für die Vorstellungen und Wünsche der Bürgerinnen und Bürger.“ Hummeldorf habe die Samtgemeinde mit den Mitgliedsgemeinden als kommunale Familie angesehen und sich stets dafür eingesetzt, dass sich jede Gemeinde bedarfsgerecht weiter entwickeln könne.

Der Schapener Bürgermeister Karlheinz Schöttmer betonte: „Auch wenn im alltäglichen Politikbetrieb sicher auch nicht immer Einigkeit herrscht und um die bestmöglichen Ideen gerungen wird, so konnten doch nahezu alle Ratsbeschlüsse in Ihrer Amtszeit einstimmig gefasst werden. Dieses ist in erheblichem Maße Ihrem großen Fleiß, Arbeitseinsatz, Überzeugungskraft und Ihrem Mut zu verantwortungsbewusstem Risiko zu verdanken. Für Sie war das Amt des Samtgemeindebürgermeisters nicht nur ein Job, sondern Sie haben die Funktion gelebt – im wahrsten Sinne des Wortes ein Vollblutpolitiker.“

Der katholische Pfarrer Ludger Pöttering hob die hervorragende Zusammenarbeit der Kirchengemeinden mit Hummeldorf hervor. Er bezeichnete den bisherigen Samtgemeindebürgermeister als „Anpacker“. Dieser habe es verstanden, weitere Anpacker zu gewinnen und auf diese Weise die Samtgemeinde und auch die Kirchengemeinden vorangebracht. Auch die Leiterin der Grundschule Schapen, Martina Herbers, betonte die vertrauensvolle Zusammenarbeit mit Hummeldorf. Gemeindebrandmeister Alois Wilmes verwies auf die große Wertschätzung, die Hummeldorf den Feuerwehren entgegengebracht habe.

Andreas Kaiser, Kreisvorsitzender des Niedersächsischen Städte- und Gemeindebundes (NSGB) überreichte Hummeldorf eine Ehrenurkunde für seine 15-jährige Tätigkeit als Samtgemeindebürgermeister und heftete ihm die Bronzene Ehrennadel ans Revers. Der Salzbergener Bürgermeister verwies auf Hummeldorfs vielfältige Verdienste zum Wohl des südlichen Emslandes. Die Personalratsvorsitzende Marion Laarmann unterstrich die sehr angenehme, offene und kollegiale Zusammenarbeit mit Hummeldorf, der sich auch in schwierigen Situationen schützend vor die Mitarbeiter gestellt habe.

Anschließend wurde ein mit viel Humor gespickter Kurzfilm aufgeführt, der zeigte, dass Hummeldorf auch im Dienst immer wieder zu Späßen aufgelegt war. Als er dann in der Feierstunde noch einmal das Wort ergriff, bekannte er, dass es nicht so einfach sei, nach 45-jähriger Berufstätigkeit Abschied zu nehmen. Besonders dankte er seiner Ehefrau Maria. „Nur gemeinschaftlich lässt sich etwas erreichen“, rief er allen zu. Es gelte, gut auf die Zukunft vorbereitet zu sein. Umrahmt wurde die Feier von Darbietungen der Musikschule des Emslandes.

CDU Ortsverband Spelle: Hummeldorf ist ein Macher

September 30, 2019

Spelle. Die CDU Ortsvorstandssitzung im September fand das letzte Mal unter Beteiligung des Samtgemeindebürgermeisters Bernhard Hummeldorf (CDU) statt.

Der Samtgemeindebürgermeister ist kein Mitglied des Ortsvorstandes, sondern wird kooptiert und ist somit berechtigt an den Vorstandssitzungen teilzunehmen. „Es hat mir immer Spaß gemacht mit euch gemeinsam etwas zu bewegen. Ich glaube, dass eine Partei ein ganz wichtiges Organ in der Demokratie ist und wünsche euch für die Zukunft weiterhin alles Gute.“ so Hummeldorf. Es sei nicht selbstverständlich, dass der Samtgemeindebürgermeister sich die Zeit für die Ortsvorstandssitzungen nimmt, so der CDU Ortsvorsitzende Ludger Kampel. Der CDU Ortsverband dankt ihm ausdrücklich für sein Engagement für die Samtgemeinde Spelle und insbesondere für die Gemeinde Spelle.

„Bernhard Hummeldorf ist ein Macher, wie wir es im Emsland kennen. Frei nach dem Motto der Emsland-Kampagne: Zuhause bei den Machern,“ betont der Kreistagsabgeordnete Jonas Roosmann. Neben einer guten wirtschaftlichen Entwicklung und die Erweiterungen der Einkaufsmöglichkeiten ist mit Sicherheit das Jahrhundertprojekt Hafen Spelle-Venhaus ein besonderer Verdienst des Verwaltungschefs, so die Christdemokraten.

Neben der Verabschiedung wurde die Mitgliederversammlung am 12.12.2019 vorbesprochen und über den zurückliegenden Landesparteitag in Celle berichtet. Erfreulicherweise wurden Maria Lindemann (3.Platz) und Jonas Roosmann (1.Platz)  zu den besten Mitgliederwerbern des CDU Landesverbandes Niedersachsens ausgezeichnet. Zudem wurde über neue Veranstaltungsformate nachgedacht und diskutiert.

Gruppenbild Vorstand bei Verabschiedung B_Hummeldorf_d

Bild Verabschiedung Bernhard Hummeldorf: Ortsvorsitzender Ludger Kampel, Ansgar Renemann, Petra Brüggemann-Urban, stellvertretender Bürgermeister Karl-Heinz Föcke, Ulrike Berger, stellvertretender Ortsvorsitzender und Kreistagsmitglied Jonas Roosmann, Günther Brink, Franz Josef Mertens, Samtgemeindebügergermeister Bernhard Hummeldorf, Mitgliederbeauftragter Sebastian Arning, Reinhard Brinker, Samtgemeindevorsitzender Klaus Santen, Martha Laarmann, Bürgermeister Andreas Wenninghoff und Bärbel Löcken.

Kläranlage Spelle energetisch und technisch vorbildlich

September 8, 2019

Spelle – Im Rahmen einer Mitglieder-Sommerfahrradtour der CDU Spelle wurde die Kläranlage an der Schlanestraße in Venhaus besichtigt.

Bild 11Gruppenbild der CDU Mitglieder des Ortsverbandes Spelle

„Bereits im Jahr 1999 hat der Wasserverband Lingener Land die Kläranlage sowie den Schmutzwasserkanal von der Samtgemeinde Spelle übernommen. Eine Übernahme der Unterhaltung des Regenwassernetzes erfolgte im Jahr 2012“, erklärte Samtgemeindebürgermeister Bernhard Hummeldorf und stellte die positive Entwicklung dar. Derzeit werden rund 5 Mio. Euro durch den Wasserverband Lingener Land investiert. Das Investitionsvolumen steht für die Erweiterung des Trinkwassernetzes, welches bereits fertiggestellt wurde, sowie für die Modernisierung der Kläranlage zur Verfügung. Diese Maßnahme wird mit einer Millionen Euro aus dem Europäischen Fond für regionale Entwicklung (EFRE) bezuschusst.

Der technische Leiter des Wasserverbandes, Andreas Westerink-Richter stellte die durchgeführten Maßnahmen mit der Errichtung eines Vorklärbeckens, einer Schlammfaulung und eines Blockheizkraftwerkes für die Verstromung der erzeugten Klärgase vor. „Hierdurch kann der Strombedarf der Kläranlage bis zu 80 Prozent selbst erzeugt werden“, wies Westerink-Richter auf einen wesentlichen Aspekt des Gesamtkonzeptes hin. Weiterhin wird die Kapazität der Kläranlage von derzeit 14.000 auf künftig 23.000 Einwohnergleichwerte erhöht. Die Fertigstellung ist in den kommenden Monaten geplant.

„Sehr erfreulich ist die Erweiterung der Kapazitäten ohne weiteren Flächenverbrauch und die energetische Optimierung in Richtung Selbstversorgung“ stellte der Ortsvorsitzende der CDU Spelle Ludger Kampel fest.

 

„Alles rund ums Wasser in Spelle“

Juli 31, 2019

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CDU lehnt Antrag „Begrenzung des Verkaufs von Bauplätzen“ der Opposition ab

Juni 7, 2019

Spelle . Mit der CDU-Mehrheit hat der Umwelt, Planungs- und Bauausschuss der Gemeinde Spelle nach lebhafter Diskussion den gemeinsamen Antrag des Unabhängigen Bürgerforums Spelle (UBS) und der SPD abgelehnt, den Verkauf von Baugrundstücken ab dem Jahr 2020 auf 20 zu beschränken.

Begründung zur Ablehnung des Antrages des UBS und SPD durch die CDU am 06.06.2019:
„Verkauf von nur noch 20 Baugrundstücken ab 2020“

Sehr geehrte Damen und Herren,

zur Beginn meiner Ausführungen möchte ich direkt klarstellen, dass eine Begrenzung des Verkaufs von Baugrundstücken aus unserer Sicht nicht zielführend ist.
Nachfolgende möchte ich Ihnen unsere Argumente darlegen:

1. Eine Anpassung der Verkaufszahlen von Grundstücken erfolgt hier aus dem Bauch heraus und ohne jegliche Grundlage. Einfach eine festgelegte Zahl zu benennen ist aus unserer Sicht die denkbar einfachste Lösung. Dennoch basiert diese Lösung auf keinerlei Grundlage. Daher ist unser Ansinnen gemeinsam mit der Verwaltung ein Wohnraumversorgungskonzept auf den Weg zu bringen.
Hierbei haben wir bereits Gespräche mit der Verwaltung geführt, um somit ein solides Konzept entwickeln zu können, um daraus Maßnahmen und Erkenntnisse ableiten zu können. Hierbei werden quantitative und qualitative Methoden angewandt um somit der Wohnungsmarkt in Spelle systematisch und nicht nach „Gefühl“ analysiert.

2. Es existieren bereits restriktive Vorgaben für die Vergabe von Bauplätzen, indem wir es nur Bauwilligen ermöglichen ein Grundstück zu erwerben, die einen fundierten Grund nachweisen können, da sie z.B. bereits länger hier in der Samtgemeinde Spelle wohnen, arbeiten oder aufgewachsen sind.
Den Wiederkauf eines Grundstückes ist erst nach 15 Jahren möglich. Daher halten wir eine Verschärfung der Vergabe für nicht zielführend. (Hinweis: Der Gemeinderat kann bis zu 3 Ausnahmen pro Jahr zu den Vorgaben zustimmen.)

3. Wie soll eine Vergabe der 20 Bauplätze praktikabel umgesetzt werden? In diesem Rat sind lediglich zwei Menschen vertreten, die noch nicht gebaut haben. Das sind zum einen Sandra Reker und zum anderen unser Kreistagsabgeordneter Jonas Roosmann. Und wir sollen unseren jungen Menschen verwehren ein Eigenheim bauen zu dürfen? Aber wie wählen wir die 20 Personen aus, da dann mehr Bewerber vorhanden sind als Grundstücke. Was passiert mit den Bewerbern die eine Absage erhalten? Wandern sie wohlmöglich ab? Natürlich ist die Fläche begrenzt, aber wir sehen sehr gute Ansätze in den alten Baugebieten, um diesem entgegenzuwirken. Hier werden vermehrt alte Häuser aufgekauft und 6 Wohneinheiten errichtet.
Die UBS fordert hier noch mehr Wohneinheiten, aber wir als CDU stellen klar, dass wir den sozialen Frieden in den Altbaugebieten wahren wollen und die Anzahl der Wohneinheiten begrenzt bleiben sollte! Um somit die Nachbarschaft zu stärken und nicht zu schwächen.

Die positive Entwicklung der Gemeinde Spelle hat natürlich etwas mit unseren starken Betrieben im Ort zu tun. Unsere Handlungsmaßnahmen werden wir aus dem Wohnraumversorgungskonzept ableiten und somit eine fundierte Analyse der Wohnsituation abwarten. Lediglich zentrumsnah sehen wir eine Wohnraumverdichtung unausweichlich, da so Mietwohnraum geschaffen wird, der sowohl für jung als auch für alte Menschen sehr attraktiv ist, um somit alte Häuser zu verkaufen, die somit wieder umgebaut werden können und dadurch sukzessive eine Durchmischung der alten Wohngebiete entsteht.

An diesem Punkt sehen Sie aber, dass Einigkeit darin besteht, dass wir mehr Mietwohnraum in Spelle benötigen und schaffen wollen. Der Flächenverbrauch ist gegenwärtig das wichtigste Thema, da wir als Kommune flächenmäßig zu den kleinsten Verwaltungseinheiten gehören, dennoch müssen wir Wege finden die sowohl die Interessen der Umwelt, als auch der Bevölkerung gerecht werden. Einige Lösungswege haben wir gerade skizziert.
Eine Begrenzung aus dem Bauch heraus halten wir für dennoch falsch und lehnen daher diesen Antrag ab.

Für die CDU Fraktion Spelle: Ludger Kampel, Fraktionsvorsitzender

Anlage: Flächenverbrauch von 2009 bis 2019

 

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Maria Lindemann: Dankeschön!

Mai 28, 2019

Das Ergebnis der Samtgemeinde-Bürgermeisterwahl am 26.05.2019 hat mich überwältigt und ich empfinde eine große Freude und eine tiefe Dankbarkeit für das Vertrauen, das die Bürgerinnen und Bürger meiner Heimat mir schenken.

Auf die Zeit, in der wir nun bald die Samtgemeinde Spelle gemeinsam weiterentwickeln und gestalten können, freue ich mich sehr! Sie können sich sicher sein, mit mir eine Bürgermeisterin zu gewinnen, die an Ihrer Seite ist.

Mein Dank gilt neben allen Wählerinnen und Wählern vor allem auch der CDU, ohne die ich mich jetzt nicht über dieses Ergebnis freuen dürfte, den anderen Parteien, die mich mitgetragen haben, meinem Wahlteam, das großartige Arbeit geleistet hat, Peter Vos für den fairen Wahlkampf und nicht zuletzt meiner Familie, meinem Partner Jürgen und allen Freunden und Bekannten, die mich in den letzten Wochen immer unterstützt haben.

Ich freue mich auf meine neue Aufgabe und darauf, bald wieder in meiner Heimatgemeinde leben und arbeiten zu dürfen.

Herzlich und dankbar
Ihre Maria Lindemann

Maria Lindemann hat einen sehr engagierten Wahlkampf geführt

Mai 28, 2019

CDU Samtgemeindeverband freut sich über gutes Ergebnis
Maria Lindemann hat einen sehr engagierten Wahlkampf geführt

Spelle. Der CDU Samtgemeindeverband gratuliert Maria Lindemann (CDU) sehr herzlich zu Ihrer Wahl zur Samtgemeindebürgermeisterin. Ebenso möchten wir Peter Vos für die Bereitschaft zur Kandidatur danken. Das hat eine Wahl möglich gemacht. Dies unterstützen wir ausdrücklich, da nur so Demokratie funktionieren kann,“ so der Samtgemeindevorsitzende Klaus Santen.
Maria Lindemann hat den Rückhalt in der Samtgemeinde Spelle und konnte 67,65 % auf sich vereinigen. „Wir haben für ein solches Ergebnis und gegen den Bundestrend gekämpft und Maria, als erste Frau im südlichen Emsland, in das Amt der Samtgemeindebürgermeisterin bringen können,“ so die Frauen Union Vorsitzende Martha Laarmann. „Die Bürgerinnen und Bürger der Samtgemeinde haben Maria Lindemann gewählt, da sie für Transparenz und Offenheit steht. Hier möchten wir ansetzen und ab November gemeinsam an einigen Stellschrauben drehen und inhaltliche Themen im Wohnungsbau, der Sozialarbeit und ökologischen Fragestellungen in Verbindung mit wirtschaftlichen Zielsetzungen setzen,“ betonte der JU Samtgemeindevorsitzende Jonas Roosmann. Abschließend teilten die Christdemokraten mit, dass Maria einen sehr guten Wahlkampf mit vielen Terminen geführt hat, den es in dieser Form so noch nicht gegeben habe.

Verkündigung des Wahlergebnisses und Gratulation zur Wahl der Samtgemeindebürgermeisterin

GratulationBild: Einzelbewerber Peter Vos, die neue Samtgemeindebügermeisterin Maria Lindemann ab 11.2019 und Samtgemeindebürgermeister Bernhard Hummeldorf

ErgebnisDie 50-jährige Diplom-Kauffrau Maria Lindemann ist zur ersten Speller Samtgemeindebürgermeisterin gewählt worden. Sie erzielte bei der Wahl am Sonntag 67,65 Prozent. Ihr Gegenkandidat, der unabhängige Einzelbewerber Peter Vos, erhielt 32,35 Prozent. Die Wahlbeteiligung in der Samtgemeinde Spelle betrug 62,75 Prozent.
Als das Ergebnis auf der Wahlparty im Wöhlehof bekannt wurde, gratulierte Vos (34), der als Jugendpfleger bei der Samtgemeinde tätig ist, als erster seiner neuen Chefin. Diese wird ihr Amt am 1. November für die Dauer von sieben Jahren als Nachfolger von Bernhard Hummeldorf (60) antreten.