Spelle gründet ein "Haus der Familie"

Lingener Tagespost 17.03.2007
Ein „Haus der Familie“ möchte die Samtgemeinde Spelle zum 1. Juli eröffnen. Örtlich wird es im Bürgerbegegnungszentrum Wöhlehof angesiedelt.

Wer den „Schlüssel“ zum Haus bekommt, ist noch offen. Die Samtgemeinde hat eine Vollzeitstelle für diese Aufgabe ausgeschrieben. „Rund 35 Bewerbungen sind bereits eingegangen“, sagte Samtgemeindebürgermeister Bernhard Hummeldorf gegenüber der LT.
Wie Hummeldorf und der an der Konzeption federführend beteiligte Jugendpfleger Sven Kruppik erläuterten, soll das „Haus der Familie“ in erster Linie eine Koordinierungsstelle sein. „Wer Fragen zur Kinderbetreuung hat, Hilfen bei der Pflegeplatzsuche für einen Angehörigen sucht, eine Hausaufgabenhilfe benötigt oder gerne einen Kochkurs besuchen möchte: In unserem Haus der Familie wird er eine Antwort bekommen“, beschrieb Kruppik den umfassenden Ansatz. Weil sich das Aufgabenspektrum eines solchen „Familienzentrums“ in der Samtgemeinde Spelle nicht auf die unterschiedlichen Betreuungsformen für Kinder beschränkt, ist es auch nicht an eine Kindertagesstätte angegliedert. Da im „Haus der Familie“ alle möglichen Aufgabenfelder: Kinderbetreuung, Jugend-, Senioren-, Behindertenarbeit etc. koordiniert werden sollen, ist der Wöhlehof die richtige Adresse. “

Die Stelle ist zunächst auf einen Zeitraum von drei Jahren befristet, wobei wir uns vorstellen können, dass diese Aufgabe auch darüber hinaus weitergeführt wird“, sagte Hummeldorf. Wer an den Familien vorbeiplane, der verspiele als Kommune seine Zukunft, unterstrich er die Notwendigkeit des in den politischen Gremien der Samtgemeinde einstimmig unterstützten Vorhabens. Hummeldorf dankte dem Landkreis Emsland, dass dieser 20000 Euro jährlich zu den Personalkosten zusteuere.

Die Samtgemeinde will bis spätestens 1. Mai eine geeignete Kraft eingestellt haben. Danach wird sie den Worten von Kruppik zufolge intensiv in die Bedarfsermittlung einsteigen, um die einzelnen Aufgabenfelder konkret benennen zu können.

„Kontaktfreudigkeit“ nannte Samtgemeindebürgermeister Hummeldorf deshalb nicht von ungefähr als wichtigste Voraussetzung für die neue „soziale Kraft“. Das Netz von Angeboten rund um die Familie solle dadurch in der Samtgemeinde immer dichter werden.

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