"Mit dem Faustpfand kann man wuchern"

Lingener Tagespost 03.07.2007 el Spelle.
Ein sehr gutes Zeugnis stellte Landrat Hermann Bröring der Samtgemeinde Spelle aus. Im Konzert der 19 Kommunen im Emsland liege Spelle in fast allen Politikfeldern in der Spitzengruppe. Deshalb seien die Perspektiven sehr positiv zu bewerten, so der Landrat.
In dem Zusammenhang wartete Bröring in seinem Vortrag mit einer Information auf, die viele Besucher der CDU-Mitgliederversammlung aufhorchen ließ. Das Regionale Landesraumordnungsprogramm, das kurz vor der Verabschiedung stehe, biete künftig mehr Gestaltungsspielraum. So sei beispielsweise die Möglichkeit gegeben, erfolgreiche Kommunen mit Perspektiven als „Grundzentrum mit mittelzentralen Aufgaben“ auszuweisen.
„Die Samtgemeinde Spelle erfüllt wesentliche Kriterien und gehört zu den ersten Anwärtern“, betonte Bröring. So entwickelten sich beispielsweise entgegen dem Trend die Bevölkerungszahlen in der Samtgemeinde Spelle positiv. Man verzeichne eine überdurchschnittliche Geburtenrate und sei damit zugleich die „jüngste Gemeinde“ im Emsland.
„Mit diesem Faustpfand kann man wuchern“, unterstrich Landrat Bröring die große Bedeutung dieses Aspektes für die künftige Entwicklung einer Kommune, beispielsweise mit Blick auf künftige Arbeitskräfte. Man müsse alles tun, damit die junge Generation eine Chance habe.
Zu den entscheidenden Kriterien für ein Grundzentrum mit mittelzentralen Aufgaben gehört zudem die schulische Versorgung und die Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Auch hier verfüge Spelle über zukunftsweisende Einrichtungen.
„Verträgt Spelle ein Gymnasium?“ Auf diese Frage, die in den vergangenen Jahren kontrovers geführt wurde, ging Bröring ein. Er sehe in absehbarer Zeit keine Möglichkeit für eine positive Entscheidung.
Als weiteren Punkt beleuchtete Bröring die Wirtschaft: „Wirtschaftlich gehört Spelle zu den besten Kommunen.“ Dieses liege an den innovativen Unternehmen ebenso wie an weitsichtiger Politik, die die Infrastrukturen schaffe.
Sehr gut sei Spelle an das europäische Verkehrsnetz angeschlossen. Der unbeschrankte Bahnübergang an der K 16 solle eine Lichtzeichenanlage erhalten, teilte Bröring abschließend mit.

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