Marthen siedelt von Lingen nach Spelle um

Lingener Tagespost 11.10.2007 :
Das Investitionsvolumen liegt im ersten Bauabschnitt bei rund drei Millionen Euro, die erworbene Fläche ist vier Hektar groß, die Inbetriebnahme ist für Mitte 2008 vorgesehen: Die Rede ist vom „Horst Marthen Städtereinigungsunternehmen“ (HMS), bislang in Ibbenbüren und an der Schüttorfer Straße in Lingen ansässig. Die HMS siedelt ins Gewerbegebiet Südfelde nach Spelle um.

Einzelheiten teilten gestern Samtgemeindebürgermeister Bernhard Hummeldorf, Bürgermeister Georg Holtkötter und die beiden Geschäftsführer der Städtereinigung Holtmeyer (HHG) aus Georgsmarienhütte, Friedel Holtmeyer und Helmar Falk, mit.
Das Entsorgungsunternehmen Marthen, seit 1992 eine hundertprozentige Tochter von Holtmeyer, ist seit vielen Jahren im Landkreis Emsland und in der Grafschaft tätig. HMS entsorgt Abfälle aus Gewerbe und Industrie sowie im Auftrag des Landkreises Emsland Abfälle aus privaten Haushalten im Altkreis Lingen.

Um die Betriebsabläufe zu optimieren, gibt Marthen die beiden Standorte in Lingen und Ibbenbüren auf. Das Unternehmen verspricht sich davon Synergieeffekte, indem zum Beispiel nicht mehr an zwei Standorten gleichzeitig Maschinen und teures Gerät vorgehalten werden müssen.

HHG-Geschäftsführer Holtmeyer unterstrich gestern im Speller Rathaus ausdrücklich, dass damit kein Jobabbau verbunden sei. „Kein einziger Arbeitsplatz wird deswegen aufgegeben“, hob Holtmeyer hervor. Die rund 70 Beschäftigten würden künftig auf den Standort Spelle konzentriert. „Marthen bleibt damit ein emsländisches Unternehmen, das weiter expandieren möchte“, betonte der Unternehmer.

Der erste Bauabschnitt auf dem vier Hektar großen Areal im Gewerbegebiet Südfelde sieht die Errichtung des Verwaltungsgebäudes inklusive Werkstatt, Umschlaghalle und Stellflächen für die Sammelfahrzeuge vor. Die Gemeinde arbeitet mit Hochdruck an den entsprechenden planerischen Voraussetzungen. Samtgemeindebürgermeister Hummeldorf wies in diesem Zusammenhang darauf hin, dass die Erschließungsstraße im Gewerbegebiet Anfang November fertig sein werde.

Voll des Lobes waren Holtmeyer und Falk über die Kooperation mit der Kommune in den vergangenen Wochen nach der ersten Kontaktaufnahme Anfang Juli. Das Unternehmen habe sich nach der Entscheidung, die Betriebsstätten Lingen und Ibbenbüren zusammenzulegen, verschiedene Standorte angeschaut, sagte Falk. „In Spelle hatten wir von Anfang an das Gefühl, dass unser Anliegen auf breite Unterstützung stößt“, resümierte der Geschäftsführer. „Die Chemie stimmte“, betonte auch Holtmeyer.

Spelles Bürgermeister Georg Holtkötter freute sich darüber, dass mit der Betriebsansiedlung von Marthen Arbeitsplätze in Spelle geschaffen würden, die den heimischen Wirtschaftsstandort stärkten.

Auf eine entsprechende Nachfrage von Hummeldorf hin erklärte Holtmeyer, dass es kein Problem darstelle, auf dem künftigen Betriebsgelände einen kleinen Recyclinghof für die Bürger einzurichten.

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