"Die Zukunft liegt im Hafen"

Lingener Tagespost 13.10.2007 Spelle.
Die Samtgemeinde Spelle will die Chancen im Hafen Venhaus nutzen, die sich durch den geplanten Ausbau des Dortmund-Ems-Kanals (DEK) zwischen den Schleusen Gleesen und Venhaus ergeben.

„Ziel ist es, baldmöglichst die Planreife für eine etwa 50 Hektar große Gewerbefläche zwischen DEK und Haarstraße am bestehenden Hafengelände zu erreichen und den Hafen auszubauen“, skizzierte Verwaltungschef Bernhard Hummeldorf in der Samtgemeinderatssitzung am Donnerstagabend die weitere Vorgehensweise.
Einstimmig brachte der Rat durch Beschluss die dazu notwendige Änderung des Flächennutzungsplanes auf den Weg. Am gestrigen Freitag trafen sich Vertreter mehrerer Fachbehörden zu einem sogenannten Scoping-Termin im Speller Rathaus. Dabei wurden die geplanten Maßnahmen vorgestellt und erörtert.

Seit Jahren weist die Wachstumskurve im Hafen Venhaus deutlich nach oben. Die Umschlagszahlen im Hafen machen dies besonders deutlich. 2004 betrug der Güterumschlag 240000 Tonnen. In diesem Jahr werden es rund 400000 Tonnen sein.

Wie Johannes Eversmann vom Planungsbüro Ingenieurplanung aus Wallenhorst in der Ratssitzung ausführte, soll der Ausbau des Hafens durch eine Verlängerung in südöstlicher Richtung mit vorgelagertem Umschlagplatz erfolgen. Natürlich wird auch der Gleisanschluss verlängert und ringförmig angelegt, um den weiteren, sich im Hafen ansiedelnden Betrieben, eine optimale verkehrliche Infrastruktur anzubieten. Da es sich bei der 50 Hektar großen Erweiterungsfläche überwiegend um Waldgebiete und nur um ein kleineres landwirtschaftlich genutztes Areal handelt, sind umfangreiche naturschutzrechtliche Prüfungen notwendig. Diese schließen Eversmanns Ausführungen zufolge auch Fragen der Ersatzaufforstung ein. Ebenso gelte es, Abstandsregelungen in Richtung der Wohnbaugebiete an der Haarstraße zu treffen.

CDU-Fraktionsvorsitzender Willi Brundiers begrüßte die Planungen ausdrücklich. „Die Zukunft vieler Betriebe liegt im Hafen. Das sollten wir fördern.“ Brundiers erinnerte daran, dass angesichts steigender Energiekosten und der Folgen der Klimakatastrophe das Wasser als Transportweg für Wirtschaftsgüter eine immer größere Bedeutung einnehme. Dank des Einsatzes des Landkreises Emsland sei es nun möglich, den Kanal viel früher als vorgesehen auf seiner ganzen Länge zwischen Nordsee und Ruhrgebiet für Großmotorgüterschiffe zu nutzen, sagte der Schapener.

In einem weiteren Tagesordnungspunkt hatten die Vertreter der Feuerwehren in der Samtgemeinde Spelle Gelegenheit, sich und ihre Arbeit vorzustellen.

Ausdrücklich dankten sie den Mitgliedern von Rat und Verwaltung für die Unterstützung der Anliegen der Wehren in Spelle, Lünne, Schapen und Venhaus. Umgekehrt würdigte Verwaltungschef Hummeldorf das Engagement der Wehren in ihrem Dienst für die Bürger in der Samtgemeinde.

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