CDU Spelle unterstützt Heimatverein bei einer Bronzeskulptur auf dem Markelo-Platz

Lingener Tagespost 23.06.2008

Mit dem Wolf in der Grube gefangen
lj Spelle.
Mit Wolfsgruben fingen die Speller in früheren Jahrhunderten die gefürchteten Räuber. Um die Wölfe anzulocken, dienten Gänse als Köder. Um 1770 soll eine Frau Mersch in eine Wolfsgrube gefallen sein und der Überlieferung nach die Begegnung mit dem Raubtier überstanden haben. Diese Szene wird nun als Bronzeskulptur auf dem Markelo-Platz verewigt. Die Figuren werden in Lebensgröße dargestellt.

Bange Stunden musste der Überlieferung nach eine Frau Mersch im Jahr 1770 überstehen, als sie in einer Wolfsgrube zusammen mit dem Raubtier gefangen war. Diese Szene soll jetzt als Skulptur festgehalten werden.
Bei einer Gegenstimme des SPD-Ratsherrn Klaus Siewert-Vornbäumen, der in dem Denkmal die falsche Assoziation „böser Wolf“ sieht, votierte der Gemeinderat Spelle in seiner jüngsten Sitzung für den Entwurf des Künstlerehepaares Renate und Leo Janischowsky aus Steinfurt. Kostenpunkt: zirka 30000 Euro. Es werden noch Sponsoren gesucht. In der Sitzung erläuterte der Künstler Einzelheiten der Gestaltung. Nach dem Willen von Samtgemeindebürgermeister Bernhard Hummeldorf soll die Skulptur am 10. September im Rahmen einer Bürgerversammlung übergeben werden.
Herbert Schweer, Vorsitzender des Heimatvereins Spelle, ging in der Sitzung auf die Geschichte „Gefangen in der Wolfsgrube“ ein. Die Sage hatte sein Vorstandskollege Werner Roelfes neu aufgeschrieben.

Um 1770 herum waren die Bewohner von Spelle reihum verpflichtet, die örtlichen Wolfsfanggruben, die sich in Nähe des heutigen Markelo-Platzes befanden, mit einem Köder – einer lebenden Gans – zu versehen. Eines Tages war Frau Mersch an der Reihe, die Gans zu stellen. Später tat es ihr aber um die schöne, fette Gans leid. Sie machte sich in der Dämmerung auf, um sie zurückzuholen. In der Dunkelheit fiel sie jedoch selbst in die tiefe Wolfsgrube, aus der sie sich aus eigener Kraft nicht befreien konnte. Aber welch ein Schreck: Ein ausgewachsener Wolf saß bereits gefangen in der Grube und blickte sie an.

Um den Wolf zu besänftigen, rief sie immer wieder: „Siepken, Siepken, do mi nix. Biet mi nich.“ Erst am Morgen wurden die Rufe der Frau erhört und sie konnte gesund befreit werden; der Wolf aber wurde mit Heugabeln zur Strecke gebracht

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