„Spelle deine Lebensaufgabe“

Lingener Tageszeitung 27.06.2008
Josef Löcken gestern Abend zum Ehrenbürgermeister ernannt
SPELLE. Josef Löcken hatte den Zeitpunkt seines Abschieds von der politischen Bühne im Herbst 2006 selbst bestimmt. Gestern Abend im festlichen geschmückten Wöhlehof stand der langjährige ehrenamtliche Bürgermeister Spelles auf dieser politischen Bühne noch einmal im Mittelpunkt: Sein Nachfolger Georg Holtkötter und Verwaltungschef Bernhard Hummeldorf verliehen ihn mit Annerkennung seiner großen Verdienste für die Gemeinde die Bezeichnung „Ehrenbürgermeister“.

Im Beisein von rund 60 Gästen wurde damit eine politische Leistung von Löcken innerhalb der Samtgemeinde Spelle gewürdigt, bei das Gemeinwohl stets Vorrang über die Interessenten einzelner Bürger hatte. Dass er dadurch in seinen politischen Ämtern auch Kritik einstecken musste, war unvermeidlich. Löckens Stärken integrativ zu wirken und nicht zu spalten, führte am Ende aber stets dazu, dass die Samtgemeinde Spelle einen weiteren Schritt nach vorn machte.
Gestern Abend gab ihm diese Gemeinde mit der Verleihung des Titels „Ehrenbürgermeister „ etwas von diesem Einsatz zurück. Ein Titel, der mehr ist als eine Zierde an der Wohnzimmerwand, eine Auszeichnung, die vor allem auch eine Würdigung des langjährigen ehrenamtlichen Engagements von Josef Löcken war. Dies wurde auch in mehreren Redebeiträgen auf der Diele des Wöhlehofs deutlich.

An der beispiellosen Entwicklung Spelles mit den Ortsteilen Venhaus und Varenrode habe Löcken einen entscheidenden Anteil ,sagte Bürgermeister Georg Holtkötter: „Du hast einmal gesagt, dass Spelle dein Hobby Nummer eins ist. Ich darf sagen: Spelle war und ist nicht nur ein Hobby ,sondern ist dir zur Lebensaufgabe geworden“, unterstrich Holtkötter.
Samtgemeindebürgermeister Hummeldorf erinnerte an die Vielzahl von Projekten, die Löcken in den vergangenen Jahren vorangetrieben hatte. “Du hast in Spelle , aber auch in der Samtgemeinde und darüber hinaus viel bewegt und tiefe Spuren hinterlassen“, würdigte Spelles Verwaltungschef die kommunalpolitische Arbeit Löckens.

Dieser sprach allen politischen Weggefährten seinen Dank aus.“ Nur gemeinsam kann man eine Gemeinde nach vorne bringen“ , wehrte er die vielen Lobeshymnen ab. Wenn er durch Spelle gehe und sehe, was sich alles verändert habe, erfüllte ihn das mit großer Genugtuung, sagte Löcken. “Spelle hat die besten Voraussetzungen , um die Zukunft weiter gestalten zu können“, hörte man am Ende noch einmal den „Bürgermeister“ Josef Löcken heraus.

Wörtlich
„Für die Integration unserer Neubürger haben Sie viel geleistet. Als Geschenk habe ich ihnen einen leckeren Tropfen mitgebracht, ganz nach Wilhelm Busch: „Rotwein ist für alte Knaben eine von den besten Gaben.“
Pastor Konrad Pfannkuchen von der ev.-luth. Kirchengemeinde.

„Visionen machen Schule: Wenn dieses Zitat auf jemanden zutrifft, dann auf dich. Ich habe dich in Spelle als bodenständigen Visionär erlebt, der die Zukunft nicht als Zeitspanne von wenigen Jahren begreift. Der Mensch, die Bürger, standen immer im Mittelpunkt deiner Überlegungen.“
Helmut Klöhn, Leiter der Haüpt- und Realschule

„Nicht so viele Briefe schreiben, sondern besser viele persönliche Gespräch führen ist so ein Rat von Ihnen, den man in der Ratspolitikgut gebrauchen kann. Josef löcken kennt jedes Flurstück in der Gemeinde mit Vor- und Zunamen.“
Martin Rekers für den Gemeinderat.

„ Zu deinen großen Verdiensten in Spelle gehören der Bau der Venhauser Straße und die Verwirklichung der Ortsumgehung. Für Letzteres hast du auch viel Kritik einstecken müssen und bist trotzdem bei deiner Linie geblieben, weil die dem Gemeinwohl dienste Diese Anfechtungen hätte ich nicht überstanden .“
Karl Rekers, Ehrenbürger von Spelle

„Josef Löcken hat die Zeichen der Zeit erkannt, mit Weitblick Entwicklungschancen analysiert und mit einem Gespür für das Machbare die Möglichkeiten stets voll ausgeschöpft so dass sich Spelle heute als prosperierende Kommune darstellt.“
Georg Holtkötter , Bürgermeister von Spelle

„Du hast nie den Blick für die sozial schwächer gestellten Menschen verloren. Chancengleichheit und Gerechtigkeit Hatten für dich stets höchste Priorität. Ein gutes Beispiel für dein soziales Engagement ist sicherlich die Eröffnung einer Ärztegemeinschaftspraxis in der weißrussischen Gemeinde Krupitsa im Jahr 1996. Den Namen Josef Löcken haben die Einwohner in der Region um Krupitsa bis heute nicht vergessen.“
Bernhard Hummeldorf Spelles Samtgemeindebürgermeister

„Diese Auszeichnung ist auch ein Dank für ihre Leistung an der Seite Ihres Mannes.“ Reinhard Winter, Erster Kreisrat, zu Elisabeth Löcken

„Ich bekam Atemnot, als ich hörte, was das Projekt Burgpark Venhaus kostet. Sie, Herr Löcken, haben mir das aber so schön beigebracht, dass ich ruhig geblieben bin.“
Reinhard Winter

„Der richtige Mann zur richtigen Zeit am richtigen Standort mit dem richtigen Ideen.“
Bernhard Hummeldorf zu Josef Löcken

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