Leerstände in den Ortskernen sollen verhindert werden

Lingener Tagespost 15.03.2010 Spelle.
„Der demografische Wandel ist eine der größten Zukunftsaufgaben“, machte Fraktionsvorsitzender Willi Brundiers aus Schapen die Brisanz der Thematik zu Beginn der CDU-Fraktionssitzung des Samtgemeinderates Spelle deutlich und forderte seine Parteikollegen dazu auf, dieses Problem mit geballter Kraft, Kreativität und Optimismus anzugehen. Die Mitglieder der CDU-Fraktion im Samtgemeinderat Spelle informierten sich durch Dezernentin Henni Krabbe  über Ansätze, dem demografischen Wandel zu begegnen. Unter dem Titel „Wohnen im Alter – Demografischer Wandel in unserer Region“ referierte Henni Krabbe, Dezernentin für Soziales und Gesundheit beim Landkreis Emsland, ausführlich zu dieser Thematik und zeigte verschiedene Handlungsansätze auf. Nach ihrer Darstellung ist in den nächsten 15 Jahren mit einer erheblichen Alterung der Gesellschaft zu rechnen, sodass bereits heute die richtigen Weichenstellungen gesetzt werden müssten. „Die Themen ‚Wohnen im Alter‘ und Siedlungsentwicklung/Innenentwicklung gewinnen zunehmend an Bedeutung.“ Als Pilotprojekt wurden beim Landkreis Emsland erstmals ehrenamtliche Wohnberater ausgebildet, die über notwendige Wohnungsanpassungen beraten. Henni Krabbe stellte den Christdemokraten alternative Wohnformen vor, mit deren Begleiteffekten einer Vereinsamung entgegengewirkt und durch die entstehende Gemeinschaft gegenseitige Hilfe ermöglicht werden soll. Eine besondere Aufgabe komme auf die Gemeinden hinsichtlich der Siedlungsentwicklung zu, betonte die Dezernentin. Es sei Aufgabe, bestehende oder entstehende Lücken in der vorhandenen Wohnbebauung zu schließen, um auf Dauer eine „Entkernung“ der Ortszentren zu vermeiden. Samtgemeindebürgermeister Bernhard Hummeldorf erläuterte, dass im Bereich der Gemeinde Spelle für die ältesten Wohngebiete ein Leerstandskataster zusammengestellt wurde. Derzeit erweise sich die Lage noch als entspannt, es sei jedoch nötig, die Entwicklung weiterzuverfolgen, um frühzeitig zu agieren. Brundiers dankte Henni Krabbe für den fundierten Vortrag. Die Christdemokraten zeigten sich einig darin, dass diese Thematik in Zukunft verstärkt eine Rolle spielen werde. Eine weitere Aufgabe wird zukünftig die verstärkte Nutzung regenerativer Energien sein, um unter Beachtung ökologischer Gesichtspunkte den Energiebedarf langfristig sicherzustellen. Der Umwelt-, Planungs- und Bauausschuss der Samtgemeinde Spelle soll die Aufgabe eines Energiebeirates übernehmen, um die zukünftige Energie stärker zu thematisieren. Nach den Worten von Brundiers sind zwei bisher durchgeführte öffentliche Energieforen als Informationsveranstaltung der Bevölkerung durch die Gemeinde Spelle und die Nutzung von Dachflächen öffentlicher Bauten für Fotovoltaikanlagen zukunftsweisende Beispiele.

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