„Kommunalpolitik braucht Frauen“

Bericht Lingener Tageszeitung am 29.11.2010 to Spelle
„Gibt es ein Leben nach dem Putzen?“ – der Titel des kabarettistischen Beitrags bildete gleichzeitig das provokante Motto des politischen Themenabends im Rahmen der bundesweiten Kampagne „FrauenMACHTKommune“, zu dem die Gleichstellungsbeauftragte der Samtgemeinde Spelle, Nina Berning, in den Wöhlehof eingeladen hatte.

Einen unterhaltsamen politischen Themenabend veranstaltete in Spelle die Gleichstellungsbeauftragte Nina Berning (2. Reihe, 2. von links) mit Unterstützung eines Vorbereitungsteams (2. Reihe). Inhaltlich gestalteten den Abend die Kommunalpolitikerinnen Heidemarie Hoppe, Magdalena Wilmes, Olga Holland und Elisabeth Glatzel (1. Reihe von rechts) sowie die Vorsitzende des Landfrauenverbandes Weser-Ems, Agnes Witschen. Foto: Elisabeth Tondera Diese Frage bewegt offensichtlich viele Frauen, denn die Veranstaltung, die Nina Berning mit Unterstützung der Landfrauen Spelle-Freren, der kfd und der Frauen-Union vorbereitet hatte, war sehr gut besucht.

Diese Kampagne hat das Ziel, mehr Frauen zu ermutigen, sich für die Kommunalpolitik zu interessieren. Spelles Bürgermeister Georg Holtkötter betonte, dass eine Gemeinde sich nur dann positiv entwickeln kann, wenn sie engagierte Mandatsträger gewinnt, „die fernab von parteipolitischem Kalkül das öffentliche Leben gestalten. Dabei spielen Frauen eine ganz wichtige Rolle, was sich durch die aktive Mitarbeit von bereits acht Frauen in den Räten der Samtgemeinde Spelle eindrucksvoll bestätigt.“

Nina Berning ist es wichtig, die Zahl der in den Kommunen engagierten Frauen zu erhöhen. Von den 29 Ratsmitgliedern in der Samtgemeinde Spelle sind nur zwei weiblich, in der Gemeinde sind es drei von 21, zählte sie auf. Und warum brauchen die Kommunen Frauen?

Einige Antworten darauf gab die Vorsitzende des Landfrauenverbandes Weser-Ems, Agnes Witschen, in ihrem Vortrag „Starke Frauen! Starkes Emsland!“. Zum Beispiel: Frauen haben bei der Verwendung von Geldern häufig eine andere Sichtweise als Männer. Sie fragen dann schon nach, „ob die Gelder im Straßenbau gut angelegt sind oder vielleicht doch in Kindergarten und Schule nützlicher wären“.

In einer von Nina Berning moderierten Gesprächsrunde erzählten politisch engagierte Frauen aus der Samtgemeinde Spelle – Elisabeth Glatzel (Venhaus), Olga Holland aus (Schapen), Magdalena Wilmes (Lünne) und Heidemarie Hoppe (Spelle) –, warum sie sich für die politische Tätigkeit entschieden haben, wie der Alltag einer Kommunalpolitikerin aussieht, wie mehr Frauen für die Politik gewonnen werden könnten. Kreistagsabgeordnete Magdalena Wilmes ist seit mehr als 25 Jahren in der Politik tätig, „weil ich merke, dass ich etwas bewirken kann“. Das ist auch bei den anderen der wichtigste Beweggrund. Zum Beispiel konnte in Venhaus die Grundschule vor Schließung bewahrt werden, wie Elisabeth Glatzel berichtete.

Um dies zu verdeutlichen, gab es an dem Abend nicht nur politische, sondern auch kulinarische und kulturelle Beiträge. Mit ihrem ersten öffentlichen Auftritt präsentiere sich die Tanzgruppe „Dance4Fans“, und Elisabeth Tondera zeigte mit ihrer Kabaretteinlage, wie ein „Leben nach dem Putzen“ aussehen kann.

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