Neujahrsempfang der CDU

Bernd Althusmann verspricht in Lingen fairen Wahlkampf

Der CDU-Spitzenkandidat zur Landtagswahl am 14. Januar 2018, Bernd Althusmann, will Niedersachsen im Falle eines Wahlsieges an die Spitze der deutschen Bundesländer führen. Das hat Althusmann beim Neujahrsempfang des CDU-Kreisverbandes Lingen am 5. Januar 2017 im IT-Zentrum vor mehr als 150 Gästen unterstrichen.
unbenanntBernd Althusmann im Gespräch mit dem Kreisvorsitzenden Markus Silies

Trotz der anhaltend hohen Terrorgefahr rief der 50-Jährige dazu auf, mit Zuversicht ins neue Jahr zu gehen. Den Feinden der Demokratie müsse mit entschlossenem Handeln begegnet werden. Es dürfe keine falsch verstandene Toleranz geben. Alle Menschen in Niedersachsen, gleich welcher Ethnie und Religion, hätten ein Recht darauf, sicher in Niedersachsen zu leben. Um ein friedliches Zusammenleben zu ermöglichen, sei es unverzichtbar, dass alle Bürger auf dem Boden des Grundgesetzes stünden. Dazu gehöre auch die Gleichberechtigung von Mann und Frau und das Verbot von Ehen mit Minderjährgen. „Die Terroranschläge haben die Grundfeste unserer Demokratie erschüttert“, stellte der CDU-Landesvorsitzende fest. Umso mehr sei jetzt eine wehrhafte Demokratie erforderlich. Althusmann forderte ein Maßnahmenpaket, um die innere Sicherheit in Niedersachsen zu erhöhen.

„Emsland ein Vorbild für andere Regionen in Niedersachsen“

Das Emsland mit seiner guten wirtschaftlichen Entwicklung und einer Arbeitslosenquote um drei Prozent bezeichnete er als Vorbild für andere Regionen in Niedersachsen. Per Videoclip baten CDU-Mitglieder den Landesvorsitzenden um seine Meinung zu verschiedenen Themen. Eindringlich setzte er sich dafür ein, bei der Schaffung leistungsfähiger Datenautobahnen nicht zu kleckern, sondern zu klotzen. Bayern investiere ein Vielfaches von dem, was das Land Niedersachse bereitstelle. Es mache wenig Sinn, die alten Kupferkabel zu ertüchtigen. Vielmehr müsse grundsätzlich auf Glasfaser gesetzt werden. „Der digitale Wandel, der einer Revolution gleichkommt, lässt nicht aufhalten. Wir müssen die Chance ergreifen und ihn gestalten.“ Ungeahnte Möglichkeiten ergäben sich zum Beispiel für die Medizintechnik. Im Falle seiner Wahl zum Ministerpräsidenten wolle er sich zudem für eine stärkere Förderung von Forschung und Wissenschaft stark machen.

„Die Landesregierung macht nicht alles falsch“

Althusmann versprach einen fairen Wahlkampf, der den politischen Mitbewerbern Respekt zolle. „Die Landesregierung macht auch nicht alles falsch“, sagte er. Es gehe um einen Wettstreit, beim Wähler mit den besseren Argumenten zu punkten.

Eltern sollen Vertrauen in die Grundfertigkeiten der Lehrer haben

Mehr Respekt forderte Althusmann, der von 2010 bis 2013 niedersächsischer Kultusminister war, für die Arbeit der Lehrkräfte. „Die Eltern sollten Vertrauen in die Grundfertigkeiten der Lehrer haben.“ Mit ihm werde es keine neue Schulreform geben, betonte er. Vielmehr sei ein Unterstützungssystem notwendig, „damit Lehrkräfte bei ihrer Arbeit hoch motiviert sind“.

Respekt auch für Politiker gefordert

Respekt forderte er auch für die Politiker ein, die sich durchweg mit großem Zeitaufwand für das Gemeinwohl engagierten; das gelte auch für die Kommunalpolitiker. Er warnte zugleich vor unrealistischen Erwartungshaltungen. „Auch Politiker sind nur Menschen.“ Zuvor hatte der Bundesschatzmeister der CDU-Mittelstandsvereinigung, Hermann Hesse aus Meppen, den seiner Ansicht nach zu hohen Anteil von Berufspolitikern auf den Führungsebenen der CDU kritisiert.

Lob für die Flüchtlingsbetreuung durch die Bürger

Ausdrücklich dankten Althusmann und der CDU-Kreisvorsitzende Markus Silies den vielen Bürgern, die sich in der Flüchtlingsbetreuung zu engagieren. Dank galt zudem den ausgeschiedenen Kreistagsmitgliedern aus dem südlichen Emsland, die Präsente erhielten. Eine besondere Freude war es für Althusmann, seinem langjährigen politischen Weggefährten und Freund Heinz Rolfes mit warmherzigen Worten zu danken. Als Zeichen der Verbundenheit überreichte er die Abbildung des Niedersachsenrosses. Rolfes, der seit 1994 dem Landtag angehört, hatte auf eine erneute Kandidatur verzichtet.

Für die musikalische Umrahmung sorgte das Duo Tobias Bako (Klavier) und Eike Kumbrink (Schlagwerk und Gesang).

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