Spelle will 21 Millionen Euro investieren

Von Ludger Jungeblut, Lingener Tageszeitung   17.01.2020

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Spelle. Der Haushalt 2020 der Gemeinde Spelle hat ein Rekordvolumen von 40 Millionen Euro. Einstimmig verabschiedete der Rat in seiner jüngsten Sitzung das Zahlenwerk.

Vorgesehen ist eine Kreditaufnahme von 12,4 Millionen Euro, die unter anderem für den Ankauf von Grundstücken vorgesehen ist, um die Entwicklungsmöglichkeiten für Wohnbau und Gewerbe zu sichern. „Dieser Haushalt dient mit seinen Investitionen dazu, die Lebensqualität  in Spelle zu erhalten“, betonte Samtgemeindebürgermeisterin Maria Lindemann. Es gehe darum, den Flächenverbrauch besser zu steuern und passgenaue Wohnformen zu entwickeln. „Dies möchten Verwaltung und Politik im Schulterschluss erreichen.“

Die Samtgemeindebürgermeisterin kündigte den Bau eines vierten kommunalen Kindergartens in der Bruchstraße an. Die Kosten belaufen sich auf 2,4 Millionen Euro. Vom Land und Landkreis werden Zuschüsse von zusammen 924.000 Euro erwartet. Dann werde es in Spelle für 70 Prozent aller Kinder unter drei Jahren Krippenplätze geben, sagte die Verwaltungschefin.

Torsten Lindemann, Fachbereichsleiter Finanzen und Controlling, erläuterte Einzelheiten des Etats, der nach seinen Worten „auf soliden Füßen steht.“ Das Investitionsvolumen bezifferte er mit 21 Millionen Euro. So stehen für die Erstellung eines Wohnraumversorgungskonzeptes, für das der Rat in einem Extrabeschluss grünes Licht gab, 185.000 Euro zur Verfügung. Der Ausbau der Bernard-Krone-Straße/Rheiner Straße schlägt mit 3,82 Millionen Euro zu Buche. Zuschüsse (GVFG-Mittel) werden in Höhe von 2,12 Millionen Euro erwartet. Für den Ausbau des Altenpflegeheims St. Johannes stellt die Gemeinde in den Jahren 2020 bis 2023 jährlich jeweils 50.000 Euro zur Verfügung. Die Neugestaltung des alten Kirchplatzes unterstützt die Gemeinde mit 50.000 Euro.

CDU-Fraktionsvorsitzender Ludger Kampel verwies darauf, dass im neuen Haushalt eine Steuerkraftmesszahl von 14,5 Millionen Euro prognostiziert wird, die weitere Handlungsspielräume ermögliche und die solide Finanzpolitik fortschreibe.

Als wichtigen Baustein für die kommenden Herausforderungen nannte er die Vereinbarkeit von Familie und Beruf und die Planungen für eine weitere Kita. Er verwies darauf, dass rund 2,9 Millionen Euro der Personalkosten der Gemeinde – insgesamt sind es 3,1 Millionen Euro – auf das Personal in den Kitas entfalle. Hinzu kämen 1,8 Millionen Euro als Defizitabdeckung für alle Kitas. „Dies halten wir für gut investiertes Geld, jedoch müssen wir diese Entwicklung weiter beobachten und nach Möglichkeiten suchen, diese Kosten einzudämmen, ohne die Qualität der Betreuung einzuschränken.“ Er dankte den Erzieherinnen für deren hervorragende Arbeit. Kampel gab bekannt, dass Serviceleistungen des Rathauses künftig digital abgerufen werden sollen.

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