CDU bekräftigt nach Kritik: Brauchen Wohnraumversorgungskonzept für Spelle

Online Zeitungsbericht Lingener Tageszeitung 24.03.2020
„Nachhaltige Strategie“
CDU bekräftigt nach Kritik: Brauchen Wohnraumversorgungskonzept für Spelle

Spelle . Die CDU hat die Notwendigkeit eines Wohnraumversorgungskonzeptes für die Samtgemeinde Spelle bekräftigt. An einem solchen hatte es zuletzt Kritik gegeben.

In einer Pressemitteilung reagierte die CDU auf Äußerungen des Lingener Immobilienexperten Heinz Diekamp, der die Notwendigkeit des Konzepts in Zweifel gezogen hatte. Diekamp beklage sich über die fehlende Unterstützung des Bundes für den sozialen Wohnungsbau. „Genau hier setzen wir an“, betonte der stellvertretende CDU-Fraktionsvorsitzende im Samtgemeinderat, Ludger Kampel. Er fügte hinzu: „Ein Wohnraumversorgungskonzept ist aktuell die Voraussetzung für eine Wohnraumförderung und den damit einhergehenden sozialen Wohnungsbau des Landes Niedersachsens.“

ungebrochen-ist-in-spelle-der-wunsch-nach-einem-ei_202003241926_fullUngebrochen ist in Spelle der Wunsch nach einem Eigenheim. Das Foto zeigt das Baugebiet westlich der Umgehungsstraße. Foto: Ludger Jungeblut

Beim Niedersächsischen Ministerium für Umwelt, Energie, Bauen und Klimaschutz heißt es in der Wohnraumförderung des Landes Niedersachsen: „Um bezahlbares Wohnen in verdichteten Gebieten bzw. Ballungsräumen für Haushalte mit kleinen Einkommen zu erleichtern, den Mietwohnungsbestand qualitativ zu verbessern und eine bedarfsgerechte Verzahnung von Wohnungs- und Stadtentwicklung zu unterstützten, wird die Schaffung von Mietwohnungen in so genannten Fördergebieten beziehungsweise in Gebieten, in denen Wohnraumversorgungskonzepte, Stadt- oder Stadtteilentwicklungskonzepte vorliegen, unterstützt.“

„Ältere Menschen benötigen bedarfsgerechte Wohnungen“

Es stimme natürlich, dass die Gesellschaft sich verändere und dass unter anderem Singles heute eine größere Wohnfläche zur Verfügung hätten als damals. Zudem müsse man die steigende Zahl älterer Menschen und Menschen mit Behinderungen berücksichtigen, unterstrich Kampel. Die meisten Senioren und Menschen mit Behinderungen wollten in ihrer gewohnten Umgebung und ihre sozialen Kontakte pflegen und benötigten hierfür bedarfsgerechte Wohnungen.

Der CDU-Fraktionsvorsitzende im Samtgemeinderat, Karlheinz Schöttmer, hob hervor: „Ein Wohnraumversorgungskonzept gibt einen umfassenden Überblick über die demografische Situation und den Wohnungsmarkt in der Samtgemeinde Spelle mit besonderem Fokus auf das Segment des preisgünstigen Wohnens.“ Damit wolle man eine fundierte Grundlage schaffen. Dieses Vorgehen sei einstimmig in den politischen Gremien beschlossen worden.

„Generationenwechsel“

Ermittelt wird laut CDU-Mitteilung zudem, in welchen Häusern wie viele Personen wohnen, die älter als 70 Jahre sind – meist befänden sich diese im „Generationenwechsel“. In der Regel kämen diese Häuser in den kommenden zehn bis 15 Jahren an den Markt.

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