Archive for August 2020

Wertvolle Maßnahmen ergreifen

August 23, 2020

CDU setzt auf konstruktive Zusammenarbeit

Das Baugebiet des Bebauungsplanes Nr.99 „Schapener Straße – Zu den Kämpen“ sorgt aufgrund einer Baumfällaktion für Aufregung. Wir Christdemokraten sind sehr verärgert über die Vorgehensweise des Investors und arbeiten aktiv daran, dass so etwas zukünftig nicht mehr vorkommen sollte. Der Kreistagsabgeordnete Jonas Roosmann hat bereits direkt nach der Fällaktion den Kontakt zur Unteren Naturschutzbehörde des Landkreises Emsland gesucht, um auf die Verletzung des Bundesnaturschutzgesetzes hinzuweisen.

Im bestehenden Bebauungsplan, der am 05.12.2017 aufgestellt wurde, gibt es außer der gesetzlich vorgeschriebenen Schutzaktion keine explizit verabschiedete Satzung. Der Schutz erhaltenswerter Bäume durch einen Bebauungsplan sei ein möglicher Weg, doch dies müsse erst in den politischen Gremien sachlich und fundiert diskutiert werden. Wir sehen eine nachträgliche Veränderung des Bebauungsplanes als mögliche Lösung, um die vorhandenen Eichen an der Hofstelle zu schützen, so Jonas Roosmann von der CDU.

Eine Analyse oder eine Katalogisierung aller Bäume im Gemeindegebiet könnte dazu führen, dass Bürger weniger Bäume anpflanzen, da diese ein Hindernis für zukünftige Maßnahmen darstellen würden. Auch besteht die Gefahr, dass Bäume aufgrund der Katalogisierung schon deutlich früher als ursprünglich geplant gefällt werden. Zudem sei ein Baumkataster ein „Bürokratiemonster“ und würde dem eigentlichem Zweck nicht dienen. Wir Christdemokraten setzen auf praxisbewährte Methoden, wie zum Beispiel auf die 50 prozentige Förderung der Anschaffungskosten bei Obstbäumen. „Durch dieses Programm konnten in den vergangenen eineinhalb Jahren bereits über 300 Obstbäume sehr erfolgreich gepflanzt werden. Zudem wurde von der CDU Fraktion ein Preis für die umweltfreundlichsten Vorgärten initiiert, um positive Anreize zu schaffen. Auch dieses Projekt zeigt Wirkung“, berichtete Roosmann.

Wir müssen jetzt schauen, wie wir gemeinsam dafür sorgen, dass sich solche Baumfällaktionen in unserer Gemeinde nicht wiederholen und Menschen, die sich nicht an Vorgaben halten, dafür in Regress genommen werden. Bei der Erstellung neuer Baugebiete müssen die Bebauungspläne einen entsprechenden Passus enthalten. Wir wollen weiterhin konstruktiv mit allen Parteien zusammenarbeiten und gemeinsame Themen nach vorne bringen. Ein solches Thema sei der Klimaschutz und die damit verbundene Schaffung von Grünflächen. Mögliche Zielkonflikte gilt es sachlich abzuarbeiten und zum Wohle der Bürgerinnen und Bürger zu entscheiden. „Natürlich werden wir die Wohnqualität in Spelle weiterhin steigern und gerade bei zukünftigen Baugebieten darauf achten, dass erhaltenswerte Bäume stehen bleiben. „Diese Maßnahmen zur Steigerung der Wohnqualität müssen am Ende des Tages aber auch finanziert werden, sodass immer zum Allgemeinwohl abgewogen werden muss“, berichtete Bürgermeister Wenninghoff. Die Baumfällaktion sei nicht toleriert worden, sondern das Verfahren wurde proaktiv mit den entscheidenden Behörden vorangetrieben, damit es zu einer schnellen Aufklärung komme.

Dieses Bild hat ein leeres alt-Attribut; sein Dateiname ist beispiel_obstbaumanpflanzung_in_venhaus.jpg.

Bild: Beispiel für Anpflanzung von Obstbäume in Venhaus

Speller Christdemokraten besuchen Moorcafe in Spelle

August 19, 2020

Schöner Ausflugsort eröffnet neu

Nachdem ein verheerender Brand am 02. Januar 2020 das alte Heuerhaus am Nordring völlig zerstörte, konnte nun eine erste Besichtigung der Räumlichkeiten durch den CDU Ortsvorstandes vorgenommen werden.

Die Pächter Janine Goliat und Onur Yildirim führten durch das charmant wirkende Gebäude. „Der Brand ein paar Wochen nach der Neueröffnung war natürlich für uns ein großer Schock, aber wir haben nie den Mut verloren“, so die Gastronomen. Jetzt soll Ende August / Anfang September die große Neueröffnung stattfinden.

Die Corona-Krise wurde genutzt, um alle Baumaßnahmen abzuschließen und neue Gegebenheiten auszutesten. „Wir werden unseren Gästen ein gemütliches Ambiente mit einem guten Essen und Service bieten“, betonte Janine Goliat. Neben den Räumlichkeiten, in denen unter normalen Bedingungen circa 150 Personen Platz finden können, soll in Zukunft auch eine Außentheke vorhanden sein, um nette Grillabende veranstalten zu können. „Auch in dieser schwierigen Zeit haben uns unsere Kunden die Treue gehalten. Wir haben immer wieder Anrufe und positiven Zuspruch erhalten“, zeigten sich die beiden erfreut über die Resonanz aus der Bevölkerung.

Das am Rande von Spelle gelegene Moorcafe ist ein ideales Ausflugsziel für viele Radfahrerinnen und Radfahrer. „Wir sind froh, dass das Moorcafe wieder eröffnet. Gerade in den Sommermonaten ist es ein schöner Platz zum Verweilen“, berichtete die Vorstandsmitglieder Ulrike Berger, Petra Brüggemann-Urban und Mathilde Sievers. Somit erweitert sich das gastronomische Angebot in der Gemeinde Spelle um ein weiteres Highlight. „Es ist toll, dass sie ihren unternehmerischen Mut auch in der Krisenzeit nicht verloren haben, sondern gestärkt zurück kommen“, erklärte die Samtgemeindebürgermeisterin Maria Lindemann abschließend.

Bild:
vordere Reihe: Hubert Schröer, Pächter Janine Goliat und Onur Yildirim, Samtgemeindebürgermeisterin Maria Lindemann
Hintere Reihe: Jonas Roosmann, Günter Brink, Ludger Kampel, Verpächter Ludger Schröer

CDU Ortsvorstand informiert sich über „Nest Born“

August 12, 2020

Landwirtschaft investiert in die Zukunft & Tierwohl

Seit einigen Jahren wird das noch recht neue Verfahren „Nest Born“, ein System für „Schlupf im Stall“, für Masthähnchen in den Niederlanden und weiteren europäischen Ländern praktiziert. In Deutschland ist dieses Verfahren noch nicht so weit verbreitet. Über dieses Verfahren informierte sich der CDU Ortsvorstand beim Landwirt Ludger Schröer aus Spelle.


Sowohl die Landwirtschaft als auch die Gesellschaft möchten das Tierwohl fördern. Aus diesem Grund wird nach neuen Verfahren gesucht, die zum Schutz der Tiere beitragen können und  gleichzeitig nicht zu unverhältnismäßig hohen wirtschaftlichen Einbußen führen. Im Jahr 2016 machte sich die belgische Firma HFHC (Rechteinhaber von  Nest Born) deshalb daran, Tierwohl von „Anfang her“ zu denken. Als einer der ersten Hähnchenmäster der Region bekommt Schröer nun eine Eilieferung anstatt lebende Küken. Die Eiablage übernimmt beim Verfahren Nest Born der Lege-Roboter. Das Bestücken der Maschine mit den bebrüteten Eiern übernimmt der Landwirt vor Ort. „Wir reduzieren den Stress der Tiere signifikant und fördern dadurch die Gesundheit“, betonte Schröer.

Bei einer Begehung der Hofstelle wurde den Christdemokraten das Verfahren von Anton de Jong von der niederländischen Brüterei van Hulst vorgestellt. „Die Eier werden am 18. Bruttag angeliefert und innerhalb von drei Tagen schlüpfen dann alle Küken“, so der Experte. Bei etwa 1% bis maximal 2% der Eier erfolgt kein Schlupf. „Diese Eier sammele ich dann per Hand ein und entsorge sie“, erläuterte Schröer. Ein weiterer Vorteil des Verfahrens ist, dass die Küken direkt nach dem Schlüpfen handelsübliches Starterfutter, Wasser und Licht finden, sodass  ihr Energiebedarf sofort gedeckt und die Darmentwicklung angeregt wird. Zudem müsse der Landwirt durch dieses neue Verfahren keine Antibiotika einsetzen und die Futterverwertung verbessert sich.


Der heutige Besuch hat gezeigt, dass die Landwirtschaft sich weiterentwickeln und neue Wege gehen möchte, um das Tierwohl zu steigern“, so der CDU Ortsvorsitzende Ludger Kampel. „Eine allgemeine Verteufelung der Landwirtschaft sei nicht angebracht, da viele Landwirte versuchen ihre Höfe umzustellen und diese zukunftsfähig aufzustellen“, so der stellvertretende Ortsvorsitzende Jonas Roosmann. Abschließend bedankten sich die Christdemokraten für die spannenden Informationen und den Mut für die Umstellung des Betriebes auf das Verfahren „Nestborn“.

Hintergrundinformation:

Im Jahr 2016 entwickelte die Firma HFHC das System „NestBorn“ für den Kükenschlupf direkt im Stall. Heute liefern unter der Lizenz von HFHC verschiedene Brütereien nach Deutschland, England, Frankreich, Belgien  und in die Niederlande.
Wöchentlich werden heute bis zu  2.000.000 Eier ausgeliefert – mit steigender Tendenz.

Wenn Eier mit NestBorn statt Eintagsküken angeliefert werden, sind große Vorbereitungen nicht notwendig.

Zuerst wird wie üblich der Stall nach jedem Durchgang gründlich desinfiziert, damit keine Bakterien in den Stall geraten.

Dann müssen lediglich zwei Bahnen Holzspäne vorbereitet werden, in denen der Lege-Roboter bis zu 60.000 Eier pro Stunde ablegt. Spezielle Desinfektionsdüsen säubern die profillosen Reifen des Lege-Roboters vor und nach dem Eiablegen im Stall. Des Weiteren muss der Stall auf ca. 34 Grad Celsius und die Bodenplatte auf ca. 28 Grad vorgeheizt werden. Zur Überwachung von Eitemperatur, Luftfeuchtigkeit, Stalltemperatur und Kohlendioxidgehalt der Stallluft werden in regelmäßigen Abständen je vier Eier mit einer drahtlos arbeitenden Ovoscan (Sensor-Schale) ausgestattet, sodass der Landwirt die Werte jederzeit auf dem Smartphone abrufen kann. So können mögliche Störungen schnellstmöglich behoben werden. Die Schalentemperatur der Eier sollte möglichst 36 – 37 Grad Celsius betragen. Das „Schlupf im Stall“-Verfahren fördert das Tierwohl und vermeidet einen Transportstress für die Küken, was zu gesünderen Küken während des ganzen Durchgangs führt. Gut begonnen ist halb gewonnen!

Erklär Video:
https://youtu.be/gFAi0t8QSG8

Bilder aus der Prozessbeschreibung:

https://www.kuikenbroederijvanhulst.nl/de/nestborn/der-prozess

Die Legemaschine: In das Einstreubett werden 60.000 Bruteier pro Stunde hingelegt.


Bild: Nach drei Tagen sind die Küken geschlüpft.